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06.10.2017

Concrete Design Competition entschieden

Der Concrete Design Competition 2016/17 zum Thema Surface ist entschieden. In der zehnten Runde des Studentenwettbewerbs zum Baustoff Beton hat die Jury drei Preise und drei Anerkennungen vergeben, die nach München, Dortmund, Karlsruhe und Berlin gingen. Die siegreichen Projekte setzten sich in einer Konkurrenz mit knapp 50 Einreichungen von Studierenden von 26 deutschen Hochschulen durch.
Die unabhängige Jury kürte drei Gewinner-Teams, die nun zu einer Architekturreise nach Lissabon und Porto eingeladen werden.
Einen der gleichrangigen Preise erhielten Carolin Blaim und Sandra Panzer von der TU München für ihren Entwurf eines in die Natur eingebetteten Werkstattgebäudes für eine Drechslerei im Berchtesgadener Land, der durch rostrot färbende Eisenoxidpigmente im Beton auf poetische Weise die Oberfläche und Alterung des Materials inszeniert. Mit einem außergewöhnlichen Umbau setzte auch Philipp Staab vom Karlsruher Institut für Technologie das Wettbewerbsthema um. Für das neue Schaulager des Südwestdeutschen Archivs für Architektur und Ingenieurbau SAAI implantierte er in einen historischen Gebäudekomplex auf dem Hochschulcampus drei neue Baukörper mit steil aufragenden Dächern, bei denen der Baustoff Beton durch glänzend polierte Oberflächen eine leichte, fast immaterielle Erscheinung bekommt. Ein weiterer Preis ging an Isabell Ruschmeier, Carina Hartmann und Lisa-Kathrin Frede von der TU Dortmund, die als interdisziplinäres Entwurfsteam der Studienfächer Architektur und Konstruktiver Ingenieurbau zum Wettbewerb angetreten waren. Sie entwickelten eine filigrane Konstruktion aus Textilbeton als seriell
produzierbaren Witterungsschutz, der - Tragwerk und Hülle zugleich - die Leichtigkeit des Materials fast papierähnlich inszeniert.
Drei Anerkennungen gingen an Maxie Schneider von der UdK Berlin für ihre experimentelle Arbeit Pneu & Schale, an Yannick Pickhard von der FH Dortmund für seinen Entwurf einer Synagoge auf der fiktiven Piazza d’ltalia von Giorgio de Chirico sowie an Gintare Gajauskaite und David Rosenthal von der TU München für ein Werkstattgebäude aus Dämmbeton.
Der Wettbewerb wird für das kommende Wintersemester 2017/18 erneut ausgelobt. Mit dem Thema Tactility werden Ideen und Entwürfe gesucht, welche die Haptik des Materials, die Begreifbarkeit von Betonoberflächen und -formen als zentrale Gestaltqualität eines Gebäudes oder Objekts in den Fokus stellen.

www.beton.org
www.concretedesigncompetition.de



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